AR Packaging überdenkt Standorte in der Schweiz

Veröffentlicht am: 12.02.2020

AR Packaging hat die Wachstumsstrategie jüngst mit den erfolgreichen Akquisitionen der rlc packaging group und K+D manifestiert. Aber wie so oft nach Übernahmen werden sogleich Optimierungspotenziale angedacht.

So nun auch in der Schweiz, wo „zur langfristigen Sicherung der Marktführerschaft in ausgewählten Geschäftssegmenten bei kontinuierlicher Verbesserung von operativer Exzellenz und Kosteneffizienz aktuell Maßnahmen zur Optimierung der Schweizer Standorte eruiert werden“. Durch die kürzlich erfolgten Übernahmen der rlc packaging group und K+D wurde die Standortpräsenz von AR Packaging in Zentraleuropa signifikant erhöht. Erste Analysen im Rahmen der Integration der neuen Unternehmen haben einen klaren Handlungsbedarf im Hinblick auf die Situation in der Schweiz aufgezeigt; ein denkbares Szenario wäre der Ausbau und die Fokussierung der Produktion auf den Standort von K+D in St. Gallen. „Wir sind überzeugt, dass es möglich ist auch in Hochkostenländern wie der Schweiz erfolgreich zu produzieren, sofern eine höchst effiziente Infrastruktur vorhanden ist“, sagt Harald Schulz, Präsident und CEO von AR Packaging. „Die Performance am Standort Spreitenbach ist seit einiger Zeit hinter den Erwartungen zurück geblieben, daher ist die Option, einen substantiellen Teil der Produktion von der Limmatdruck l Zeiler AG zur K+D AG zu verlagern, ernsthaft in Betracht zu ziehen.“ „Hochleistungsstandorte mit Branchenfokus in Hinblick auf Technik und Know-how sichern unsere Innovationskraft, Zukunftsfähigkeit und Marktführerschaft“, ist Schulz überzeugt. „Ziel in Hinblick auf die Bedürfnisse unserer Kunden ist und bleibt die Aufrechterhaltung und der Ausbau einer nachhaltigen, lokalen Präsenz bei optimalem Service.“
Die mögliche Stilllegung der Produktion bei Limmatdruck l Zeiler würde mit dem Risiko einer Massenentlassung im Sinne des Schweizer Rechts einhergehen. AR Packaging ist sich dieses negativen Aspekts für diezirka 150 betroffenen Mitarbeiter in Spreitenbach bewusst und ist bemüht diese durch die Schaffung alternativer Arbeitsplätze an anderen Standorten aufzufangen. Für Mitarbeitende ohne direkte Anschlusslösung soll zudem ein Sozialplan Unterstützung in der beruflichen Neupositionierung bieten.

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