25 Prozent Auftragssteigerung während Corona-Krise

Veröffentlicht am: 20.08.2020

Der Spritzgießmaschinenhersteller Sumitomo (SHI) Demag beendet das erste Halbjahr 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit einem satten Plus: Der wertmäßige Auftragseingang für die in Deutschland und China produzierten Maschinen stieg während der ersten sechs Monate um 25 Prozent. „Verantwortlich für die immensen Zuwächse sind Paketaufträge aus der Verpackungsindustrie und der Medizintechnik“, so Gerd Liebig, CEO Sumitomo (SHI) Demag. „Die in den vergangenen Jahren erfolgte, strategische Ausrichtung auf diese beiden Wachstumsmärkte hat uns während der letzten Jahre in eine starke Position gebracht und uns geholfen, in diesen schwierigen Zeiten sogar mit einer kräftigen Steigerung zu bestehen.“
Wie in der gesamten Kunststoffbranche ist die Nachfrage aus der Automobilindustrie bei dem japanisch-deutschen Hersteller von Spritzgießmaschinen stark eingebrochen. Auch für das Consumer-Segment ist die Prognose eher verhalten: Aufgrund der angespannten Lage auf dem Arbeitsmarkt sowie sinkender Kauffreude der Verbraucher erwartet man eine geringere Investitionsneigung. Die Segmente Verpackung und Medizin entwickeln sich hingegen in diesem Jahr sehr positiv, auch die Nachfrage nach vollelektrischen Maschinen steigt stark an. „Die Auftragssteigerung können wir nur bewältigen, indem wir alle verfügbaren Kapazitäten nutzen und die Produktionskapazitäten für unsere IntElect-Baureihe kräftig nach oben fahren“, so Liebig weiter.
Für das gesamte Jahr 2020 erwartet man einen deutlichen Anstieg des Auftragseingangs von 17 Prozent bei stabilem Umsatz. „Unser Werk in Wiehe ist voll ausgelastet, und ab November 2020 fertigen wir die vollelektrischen Kleinmaschinen im historischen Höchsttakt. Der strategische Fokus auf diese Baureihe macht sich nun voll bezahlt: Bis zum zweiten Halbjahr 2020 werden wir unsere Fertigungskapazitäten noch einmal verdoppeln, um die Nachfrage bedienen zu können“, erklärt Liebig.
Als Folge der Auftragssteigerung wird Sumitomo (SHI) Demag die geplante Zusammenarbeit mit dem japanischen Mutterkonzern auf Produktionsebene forcieren und die Produktion von IntElect-Maschinen in Japan bereits in diesem Jahr starten.

Foto (v.l.n.r.): Henrik Langwald, Paolo Zirondoli, Anatol Sattel, Jürgen Schulze, Arnaud Nomblot, Gerd Liebig, Siegfried Köhler und Thorsten Thümen (alle Sumitomo (SHI) Demag).

« voriger   |   nächster » « zurück

Kommentar

Systemrelevanz…

Wie oft haben wir in den letzten Wochen den Begriff der „Systemrelevanz“ gehört. Per Definition bezeichnet man als „Systemrelevanz“ oder „too big to fail“ Institutionen wie Staaten und deren Glieder, auch Banken, Konzerne, Massenmedien und ähnliche Organisationen, die so systemstabilisierend sind, dass ihr Ausfall die herrschende Hegemonie ...